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Enterprise Architecture Management

Eine Unternehmensarchitektur beschreibt das Zusammenwirken der informationstechnischen (IT-Architektur) mit den betriebswirtschaftlichen (Geschäftsarchitektur) Teilbereichen eines Unternehmens. Es werden in der Regel Sichten auf die Gesamtarchitektur identifiziert.

Unternehmensarchitekturen zielen auf den abgleich der Geschäftsarchitektur mit der IT-Architektur, um die Geschäftsprozesse möglichst optimal durch die IT zu unterstützen.

Typische Ziele die EAM verfolgt sind:

  • Kosten Reduktion
  • Verminderung der Komplexität
  • Risikominimierung
  • Verminderung der Betriebskosten
  • Verminderung der Produkteinführungszeiten
  • Verminderung der Zeit um Entscheidungen zu treffen
  • Erhöhung der Profitabilität
  • Erhöhung der Interoperabilität
  • Erhöhung der Austauschbarkeit
  • Erhöhung der Flexibilität

Die Fragen, welche mit EAM beantwortet werden sollen:

  • Welche Aufgabenbereiche deckt eine IT-Architektur ab?
  • Welche Architekturparadigmen werden realisiert?
  • Welche technischen Abhängigkeiten existieren innerhalb der IT-Architektur?
  • Welche Daten/Informationen werden von der IT verwaltet?
  • Wie zukunftssicher ist die eingesetzte IT?
  • Welche Integrationspotenziale verbergen sich in einer IT-Architektur?
  • Wie sicher ist die IT?
  • Wie gestaltet sich der organisatorische Kontext der IT?
  • Welche Kosten und welcher Nutzen sind mit der IT verbunden?
  • Wie ist die Qualität der IT-Unterstützung einzuschätzen?

Bei Enterprise Architecture Management geht es um Ebenen und Gestaltungsobjekte einer Unternehmensstruktur. Dabei kann man zwei Arten unterscheiden:

  • Geschäftsarchitektur
    • Strategieebene
      • Produkte / Dienstleistungen
      • Marktsegmente
      • Strategische Unternehmensziele
      • Strategische Vorhaben / Projekte
      • Interaktion mit dem Kunden
      • Interaktion mit den Zuliefern
    • Organisationsebene
      • Vertriebskanäle
      • Geschäftsprozesse
      • Organisationseinheiten
      • Rollen / Verantwortlichkeiten
      • Informationsflüsse
      • Standorte
  • IT-Architektur
    • Integrationsebene
      • Applikationen
      • Applikationsdomänen (Kategorien)
      • Fachliche Services
      • IS-Funktionalitäten
      • Informationsobjekte
      • Schnittstellen
    • Softwareebene
      • Softwarekomponenten
      • Datenstrukturen
    • IT-Infrastrukturebene
      • Hardwarekomponenten
      • Netzwerkkomponenten
      • Software-Plattformen

Ein EAM Framework dient als Basis für die Beschreibung einer Unternehmensarchitektur. Ein EAM Framework kann Vorgaben für die Beschreibungskonzepte, das Vorgehen bei der Beschreibung sowie der zu verwendenden Technologien und Produkte liefern. Ein Framework ist:

  • generisch
  • idealtypisch
  • anpassbar

Wir kennen folgende Frameworks:

  • ARIS
    • Architektur integrierter Informationssystme
  • Zachman
    • Zachman Enterprise Architecture Framework
  • IAF
    • Integrated Architecture Framework
  • TOGAF
    • The Open Group Architecture Framework
  • AGATE
    • The France DGA Architecture Framework
  • DoDAF
    • DoD Architecture Framework
  • FEAF
    • Federal Enterprise Architecture Framework
  • MODAF
    • Ministry of Defence Architecture Framework
  • NAF
    • NATO Architecture Framework
  • TEAF
    • Treasury Enterprise Architecture Framework
  • MEMO
    • Multi-Perspective Enterprise Modelling
  • Business Engineering
[1]

Zusammenfassung des ersten Moduls

Damit das Modul erfolgreich Abgeschlossen werden kann, sind gewisse Kriterien zu erfüllen, so muss für jedes Modul eine Zusammenfassung geschrieben werden. Hier ist nun die erste von vier.

Im ersten Modul ging es um Strategie und Business / IT-Alignment

Zusammenfassung
Um die Strategieentwicklung einer Unternehmung durchführen zu können, ist es unabdingbar als erstes eine Vision für die Unternehmung zu haben. Anhand der Vision lässt sich dann die Unternehmensstrategie ableiten. Bei der Unternehmensstrategie handelt es sich um eine umfassende Beschreibung des Entscheidungsverhaltens der Unternehmensführung. Dabei gibt die Unternehmensstrategie Antwort auf die Fragen:

• Wo stehen wir?
• Wohin wollen wir?
• Wie kommen wir dahin?
• Woran messen wir die Zielerreichung?
• Wann messen wir?

Die Fragen welche sich danach stellen lauten:

• Sind die Ziele realistisch?
• Welche finanzielle und Personal Ressourcen kostet das?
• Welche Alternativen bestehen?
• Welche Risiken können drohen?

Wenn dann eine Unternehmensstrategie vorhanden ist, kann man daraus die IT-Strategie ableiten. Dabei können auch Risiken für die IT-Strategie auftreten. Dies kann dann der Fall sein, wenn:

• wenig Bezug zu den strategischen Business-Anforderungen bestehen
• keine Voraussetzung für eine erfolgreiche IT-Strategie besteht
• Inkonsistenzen, nicht nachvollziehbare Entscheidung auftreten
• die IT-Strategie als einmaliges Projekt angesehen wird

Als Ausgangslage der IT-Strategie wird eine SWOT Analyse durchgeführt, dabei fliesst eine interne Analyse sowie eine IT-Trends & Konkurrenzanalyse mit ein. Dabei fliessen die Erkenntnisse in die IT Strategieentwicklung mit ein. Es entsteht ein Soll-Zustand und eine Roadmap. Daraus folgt eine Ableitung der strategischen Projekte und architektonischer Massnahmen sowie die Finanzierung der Umsetzung und die Steuerungsinstrumente.

Nebst der Erarbeitung der IT-Strategie, darf die Kommunikation derer nicht zu kurz kommen, da gerade mal 5% der Mitarbeiter überhaupt die Firmenstrategie verstehen, geschweige denn die IT Strategie.

Lessons Learned
Ich persönlich nehme aus diesem Tag folgendes mit: Aus einer Vision entsteht eine Unternehmensstrategie. Daraus kann ich eine IT-Strategie ableiten. Bei einer Strategie gibt es Leitplanken zwischen denen ich mittels der Taktik entscheiden kann wann und wo ich am besten einen Umweg machen kann.

Weiterführende Überlegungen
Ein gelungener Artikel:  http://www.informationweek.com/news/global-cio/showArticle.jhtml?
articleID=16400834&queryText=working%20together%20to%20create
[1]

Früher hörte ich oft von meinem Chef „Business drives IT“, jedoch denke ich, dass dies heute keine Gültigkeit mehr hat, da viele Prozesse von der IT abhängig sind und neue Technologien auch Einfluss auf das Business haben können.